Mein Besuch bei Mr. Almanch

09.10.2020


Um Punkt elf betrat ich die Räumlichkeiten der Manufaktur Berger, wurde sehr freundlich von allen empfangen und Rainer erwartete mich bereits.


In den hinteren Räumlichkeiten befinden sich die Heiligtümer des Almanachs und mit großen Augen bestaunte ich alles. Dass man so viele Gerätschaften und Zutaten für das perfekte Notizbuch benötigt, war mir anfangs nicht klar. Aber das sollte ich alles im Laufe des Tages noch erfahren.


Rainer war so nett und hatte schon alle Papiere für uns vorbereitet (mit meinen Wunschvorgaben: weiß, dotted 5x5 mm, Seitenzahlen). Nachdem wir ein bisschen gequatscht haben, ging es auch sofort los. Ich musste erstmal lernen, wie man einen Bogen perfekt in der Mitte faltet. Nach etlichen Bögen hatte ich es dann doch ganz gut raus und dieser Arbeitsschritt ging verhältnismäßig fix.

Nach dem die Bögen gepresst wurden, haben wir sie jeweils 10x mit einer Nadel durchgestochen. Denn anschließend wurde ich mit Nadel und Faden konfrontiert und es ging ans Eingemachte. D.h. die Bögen mussten ineinander und miteinander verbunden werden. Gleichzeitig darf man nicht zu locker arbeiten, aber zu fest auch nicht, denn dann reißt das Papier ein. Die Herausforderung habe ich angenommen und ich denke, tapfer und zufriedenstellend durchgehalten. Zur Info für euch, dieser Schritt benötigt ca. 2-3h und ist mit das Aufwendigste an einem Notizbuch.



Danach wurde wieder gepresst und der Buchrücken geleimt. Hier sieht man gut den Unterschied zwischen Profi (oben) und Laie (unten).


Der anschließende Schritt war sehr aufregend, denn das Papier wurde von mir zugeschnitten. Zum Glück hat alles gepasst und der Buchblock war in diesem Moment komplett fertig.



Damit das Notizbuch für mich als Bullet Journal perfekt wird, haben wir noch drei Lesebändchen und ein Kapitalband am Buchblock befestigt.


Außerdem wurden noch die zwei Innentaschen (vorne und hinten) hinzugefügt.



Nun widmeten wir uns dem Bucheinband. Diesen Schritt habe ich aus Zeitgründen komplett Rainer überlassen, habe aber mit Begeisterung beobachtet, wie er das alles macht. Für die meisten von euch wenig überraschend, entschied ich mich für den goldenen Hammerschlageinband.


Alles ging ruckzuck. Rainer als Profi hat natürlich alles fix berechnet und dank der Maschine waren die Teile schnell zugeschnitten. Nun musste nur noch geklebt werden und schon war der Buchrücken fertig (tatsächlich handelt es sich hier um wenige Minuten). Damit das Notizbuch noch den perfekten Schliff bekommt, darf natürlich das Gummiband und der Stiftehalter nicht fehlen.



Danach kam dann auch schon der wohl spannendste Moment. Die Verbindung zwischen Buchblock und dem Bucheinband. Ich war, aufgrund von Rainers Erfahrung, nicht wirklich überrascht, dass es passt und nach der Presse war dann auch schon der perfekte DIN A4 Almanach fast fertig.



Fertig war es nämlich erst, nachdem Rainer den Almanach für mich signiert hat.


Ehrfürchtig und ein wenig stolz hielt ich den fertigen Almanach in den Händen.


Ich bin unglaublich dankbar und glücklich über diese wunderbare Erfahrung, selbst ein Notizbuch herzustellen. Außerdem habe ich nun jedem, der seine Notizbücher in Handarbeit selbst fertigt, noch viel größeren Respekt gegenüber.


Danke Rainer alias Mr. Almanach für diesen tollen Tag!


Wenn du nun selbst ein so handgefertigtes Notizbuch kaufen möchtest, findest du hier den Shop: https://www.almanach.shop


Möglicherweise wird es auch bald Workshops bei Rainer geben, wie man ein Notizbuch herstellt. Bei Instagram bist du immer auf dem Laufenden: https://www.instagram.com/almanach_notebook/



Werbung unbeauftragt, voller Überzeugung!

 

©2020 Maximiliane Oppl